Nikolausfeier 2017


Nikolausfeier des TV Freiburg-St. Georgen am 9. Dezember 2017

„Alle Jahre wieder?“  Von wegen! Es war beileibe keine Neuauflage vergangener Nikolausfeiern, die am 9. Dezember 2017 über die Bühne der St. Georgener Festhalle wirbelte. Immer wieder wurden neue Ideen des Turnvereins auf der Bühne präsentiert, unterhaltsamer Darbietungen auf tollem Niveau. Wie ein roter Faden zogen sich turnerische Leistung und unterhaltsame „Showeffekte“ durch den bunten Reigen der einzelnen Beiträge der jüngsten und jungen TurnerInnen. Schon die Ankündigungen der Hot Georginas, Wild Skippies, Muckimädels und Weihnachtselfen im Programm machten neugierig. Den Gästen wurde eine breite Palette von sportlichen, tänzerischen und darstellerischen Fähigkeiten mit großem Unterhaltungswert präsentiert: Die kommende Eiszeit, Wackeltanz, Booty Swing, Mission (im)possible und Rope Skipping etwa. Letztere Sportart würde der unbedarfte Laie naiv mit Seilhüpfen übersetzen, was der Schwierigkeit und kunstvollen Raffinesse dieser modernen Art des Seilspringens bei der gezeigten Bühnenshow nicht gerecht wird.

Der Zuschauer mag angesichts des effektvollen, temporeichen Bühnengeschehens gar nicht so recht mitbekommen haben, welcher Aufwand erforderlich ist, wieviel Zeit, Geduld, aber auch Phantasie die Übungsleiter für eine solche Aufführung bis zur „Bühnenreife“ investieren. Ihre Hingabe, ihre Freude dabei ist Garant für das Gelingen der Arbeit des gesamten Turnvereins übers ganze Jahr. Dafür stellt die „Nikolausshow“ eine willkommene Plattform dar, um den persönlichen Einsatz der Übungsleiter und natürlich auch der vielen Aktiven einem größeren Publikum zu zeigen – mit beidseitigem Spaß dabei. Dass der sich auf das Publikum in der „ausverkauften“ Festhalle übertrug, bedarf keiner besonderen Erwähnung.

Dann – endlich! – kommt der Augenblick, in dem alles bisher Dagewesene, so toll es auch war, vergessen zu sein scheint: Der Nikolaus hat seinen Auftritt! Langsam, fast gemächlich bahnt er sich den Weg durch die Kinderschar, deren aufgeregte Neugier in zunehmender Lautstärke untergeht. Keine gespannte Stille. Auffallend ist das Fehlen von Knecht Ruprecht, der auch kaum Arbeit hätte, denn die üblichen negativen Dinge – das Aufräumen nach den Turnstunden - verblassen gegenüber den guten Taten, welche die Nikolausfeier erst ermöglichten. Die Verteilung der Gaben, Mandarinen und Weckmänner zuhauf, haben die Jüngsten in Windeseile unter sich ausgemacht und so endet die Feier zur Zufriedenheit Aller.

Wolfram Köhler