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Deutsche Prellballmeisterschaften 2017



Endlich war es soweit! Am letzten März Wochenende stand für uns Frauen vom TV Freiburg St. Georgen das große Highlight der Saison auf dem Programm: die Deutschen Meisterschaften im Prellball in Bochum.

Die 12 besten Mannschaften Deutschlands traten hier gegeneinander an, um an zwei Tagen den neuen Meister zu ermitteln. Zum ersten Mal auch für die Fans zu Hause live übertragen (sportdeutschland.tv), begann am Samstagvormittag die Gruppenphase. Durch unseren zweiten Platz in der Bundesliga Süd und eine etwas unglückliche Gruppeneinteilung konnte unser Motto an diesem ersten Tag nur lauten: irgendwie die Gruppenphase überstehen. Nötig war mindestens der dritte Platz, da nur die ersten drei Mannschaften noch um die vorderen Plätze spielen konnten. Los ging es mit dem Spiel gegen den Titelverteidiger (der Titel konnte erfolgreich verteidigt werden) aus Sottrum. Für ein erstes Spiel verkauften wir uns nicht schlecht. Letztlich verloren wir aber knapp und auch etwas unglücklich. (23:25) Um auch ja keine Langeweile aufkommen zu lassen, folgte sogleich das Spiel gegen die Mannschaft des Ausrichters, den TV „Frisch Auf“ Altenbochum (Meister von 2013-2015). In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein hochklassiges aber ausgeglichenes Spiel mit Führungen auf beiden Seiten. Noch war nicht zu erahnen, was in der zweiten Halbzeit geschehen sollte. Wir schafften es, uns noch einmal zu steigern. Zu einer guten Annahme kam nun auch eine enorme Durchschlagskraft im Schlag, was dazu führte, dass wir im Grunde mit jedem Schlag einen Punkt erzielten. Ergebnis war ein deutlicher und überzeugender Sieg. (36:21) Als nächstes stand das Spiel gegen den TV Baden auf dem Programm. Um in dieser schweren Gruppe überleben zu können, war ein Sieg gegen diese Mannschaft (3. Nord) Pflicht. Es entwickelte sich ein zähes Spiel, in dem wir aber einen letztlich doch ungefährdeten Sieg einfahren konnten. (29:21) Um die Vorteile aus dem Sieg gegen Bochum nicht auf einen Schlag zunichte zu machen, war auch im folgenden Spiel gegen unsere Freunde vom TB Essen-Altendorf ein Sieg nötig. Prompt machte uns dieser Druck schwer zu schaffen. Wir legten einen miserablen Start hin und mussten dem 6-Bälle-Rückstand nahezu das gesamte Spiel hinterher laufen. Allerdings gaben wir nie auf, sodass wir es mit einer grandiosen Schlussphase schafften, den Rückstand in einen 6-BälleVorsprung und damit einen Sieg umzuwandeln. (28:22) Zum Abschluss der Gruppenphase wartete noch die uns gut bekannte Mannschaft aus Babenhausen auf uns. Das Ergebnis hatte für beide Mannschaften keine Bedeutung mehr, sodass vor allem wir sehr viel befreiter aufspielen konnten. Im Unterschied zu den vergangenen Ligaspielen stand am Ende ein doch sehr deutlicher Sieg. (43:19) Nach einer Nacht im Hotel, in der uns durch die Zeitumstellung leider eine Stunde wertvoller Schlaf geklaut worden war, ging es für uns im ersten Spiel des Tages gegen den MTV Wohnste um den Einzug ins Halbfinale. Erneut taten wir uns, wie schon im Spiel gegen Essen, in dieser Drucksituation etwas schwerer. Gegen einen sehr stark aufspielenden Gegner gelang es uns eigentlich nie, in Führung zu gehen. Wir behielten jedoch die Nerven, sodass wir dank einer erneut guten Schlussphase und auch etwas Glück, den Halbfinaleinzug perfekt machen konnten. (27:25) Im Halbfinale wartete der Erste aus der anderen Gruppe, der MTV Eiche Schönebeck. Die Chance war da und die Hoffnung groß, endlich einmal in ein Finale einzuziehen. Allerdings fehlten uns sowohl die Kompaktheit in der Annahme, als auch die Durchschlagskraft im Angriff, sodass wir trotz eines lange spannenden Spiels, erneut nur das „kleine Finale“ erreichten. (28:24) Mit einer ähnlichen Leistung wie noch im Spiel gegen Bochum wäre hier wohl mehr drin gewesen. Trösten konnten wir uns mit der Chance, im „Baden-Derby“ gegen den TV Edingen doch noch eine Medaille perfekt zu machen. Dieses nun schon zum X-ten Mal ausgetragene Spiel war wie immer knapp und vor allem hart umkämpft. Mindestens fünfmal fühlten wir uns schon als Sieger, genauso oft aber auch als Verlierer. So kam es, dass nach der regulären Spielzeit ein Unentschieden stand und es in die Verlängerung ging. Diese war nicht minder spannend. Wir konnten jedoch noch ein weiteres Mal eine super Schlussphase zeigen. Nach drei bis vier tollen Spielzügen waren der Sieg und damit der 3. Platz perfekt. Diesen feierten wir ausgelassen mit der Halle, in der Dusche und auch noch auf der Fahrt zurück nach Freiburg. Theresa Schimpfössl