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Prellball – Deutscher Meistertitel 2019



„Nicht wieder Vierter werden!“. Mit diesem Ziel starteten die St. Georgener Prellballfrauen mit Theresa Schimpfössl, Janine Schweitzer, Johanna Vetter und Carla Hettich in ihre fünfte Deutsche Meisterschaft der Leistungsklasse beim Vfl Waiblingen.

Fast hätten sie dieses Ziel schon an Tag eins „erreicht“: Nur mit Ach und Krach schafften es die Freiburgerinnen in die Endrunde der besten sechs Mannschaften.

Das erste Spiel gegen den altbekannten Südgegner aus Babenhausen wurde mit 37:22 noch deutlich gewonnen. Im nächsten Spiel gegen den MTV Eiche Schönebeck spielten zu Beginn der Partie die Nerven nicht mit. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit hatten sich die Bremerinnen einen komfortablen Vorsprung von über sechs Bällen erarbeitet. Die fulminante Aufholjagd, die die St. Georgenerinnen in den letzten Minuten starteten, reichte leider nicht ganz (28:29) und brachte ihnen statt dem Sieg nur die schmeichelhafte Bezeichnung „Kampfbiester“ des Livestream-Kommentators ein. Auch das folgende Spiel gegen die befreundete Mannschaft vom TB Essen-Altendorf konnten die Freiburgerinnen erst in der Schlussphase für sich entscheiden (33:29). Die vierte Partie des Tages gegen den MTV Wohnste verlief alles andere als nach Plan: Den stark spielenden Niedersächsinnen konnten die Freiburger Frauen an diesem Tag nichts entgegensetzen und verloren deutlich mit 27:34. Somit war die letzte Partie gegen den Vfl Hannover entscheidend für das Weiterkommen in die Endrunde. Zur allgemeinen Erleichterung zeichnete sich in diesen Spiel bald ein klarer Sieg (43:23) für die Breisgauerinnen ab.

Vielleicht spielt sich mit Muskelkater besser. Wahrscheinlich half es den Freiburgerinnen aber auch einfach nur, dass man am zweiten Tag der Deutschen Meisterschaft „nur noch gewinnen“ konnte. Mit dem TV Berkenbaum wartete im Viertelfinale ein extrem starker Gegner - auch mehrmaliger Deutscher Meister. Eine Niederlage hier wäre ohne schlechtes Gewissen vertretbar gewesen. Von einer Niederlage wollten die St. Georgenerinnen aber nichts wissen. Die mitgereisten Fans durften zum Vortag völlig verändert aufspielende Freiburgerinnen bejubeln. Im Match um den Einzug ins Halbfinale schenkte keine Mannschaft der anderen einen Punkt. Am Ende waren es die Freiburgerinnen, die sich über einen 33:31-Sieg freuen durften.

Halbfinale – dann also wieder der MTV Eiche Schönebeck. Hier hatten die Frauen des TV Freiburg St. Georgen etwas wieder gut zu machen, hatten sie doch in der Vorrunde mit einem Ball verloren.

Das nahmen sich die Freiburger Frauen zu Herzen: Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, starteten sie in der zweiten Halbzeit durch und erkämpften sich einen wahnsinnigen 35:26-Erfolg.

Die erste Finalteilnahme in der Leistungsklasse für die Freiburgerinnen – wer hätte das am Samstag gedacht? Mit dem TV Sottrum wartete hier der Deutsche Meister der letzten drei Jahre. Von Fernsehen, Livestream und den Augen aller Zuschauer in der Halle völlig unbeeindruckt, knüpften die Freiburgerinnen an ihre Leistung im vergangenen Spiel an. Mit 36:30 wiesen sie ihren Gegner in die Schranken. Deutscher Meister 2019 –  von einem Meer an Glückwünschen überflutet, feierten die Freiburgerinnen ihr erreichtes Ziel „nicht wieder Vierter“.