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Prellball Deutschlandpokal in Sottrum



Pfingstferien, Stau, Spieler im Urlaub – die Voraussetzungen für den diesjährigen Deutschlandpokal im niedersächsischen Sottrum waren für die Badener nicht optimal. Die nächste böse Überraschung wartete auch gleich nach der zwölfstündigen Fahrt bei der Auslösung der Gruppen. In keiner der vier Altersklassen war das Los gnädig – so warteten für den nächsten Tag einige Hammerspiele.Doch auch davon ließen sich die Badener nicht die gute Laune nehmen, stellt der Deutschlandpokal  – gewinnen hin oder her -  das Großereignis der Prellballsaison dar. Hier spielen die besten Spieler der Vereine gemeinsam für ihren Landesturnverband um den Pokal – neben dem spielerischen Höhepunkt immer auch das große Wiedersehen mit Freunden aus der ganzen deutschen „Prellballfamilie“.
Vom TV Freiburg St. Georgen machten sich Malaika T., Lucie S. (weibliche Jugend 11-14), Giulia M., Elea C. (weibliche Jugend 15-18), sowie Dominik H., Michael S. und Samuel W. (männliche Jugend 15-18) auf den Weg nach Niedersachsen.
Die Schülerinnen hatten das Los gegen Platz eins, zwei und drei der Deutschen Meisterschaft und Berlin antreten zu müssen. Nach einem ungefährdeten Sieg gegen den Berliner Turnerbund und kämpferischen Niederlagen gegen Schwaben und Westfalen, wartete im letzten Samstagsspiel der Bremer Turnverband – ungeschlagener Deutscher Meister. Mit einem unglaublichen Kampfgeist ließen die Badenerinnen die Bremerinnen bis zur letzten Minute schwitzen. Trotz der knappen Niederlage am Ende- ein versöhnlicher Abschluss des Tages, hatten die Schülerinnen doch eine der besten Leistungen ihrer Prellballkarriere gezeigt. Tag zwei war für die Schülerinnen von weniger Dramatik gekennzeichnet. Die ungefährdeten 47:23- und 43:21-Siege ersparten den Trainern einige Schweißperlen und brachten zumindest noch Platz sieben in der Schülerinnengesamtwertung ein.
Die Schüler, ohne St. Georgener Beteiligung, verloren alle Gruppenspiele. Ein Sieg gegen Bremen an Tag zwei reichte leider nicht um einen Platz nach vorne zu klettern.
Für die sehr junge Mannschaft in der weiblichen Jugend galt es vor allem Spielerfahrung zu sammeln und den Gegnern das Leben schwer zu machen. Diese Vorgaben erfüllten die vier Mädels mit Bravour, brauchten die Gegner doch allesamt lange, bis sie sich klar absetzen konnten. Auch wenn die Niederlagen gegen Schwaben, Westfalen und Bremen am Ende deutlich waren, verging den Badenerinnen nicht die Lust und Motivation am Spielen, wofür sie an Tag zwei sogar mit einem Sieg gegen die Pfalz belohnt wurden.
Auch die männliche Jugend 15-18 startete am Samstag in eine Hammergruppe mit Bremen, Westfalen und Niedersachsen. Wer am Ende oben mitspielen will, muss aber auch in dieser Gruppe „überleben“. Schweißtreibende enge Spiele mit tollen Spielzügen ließen das Publikum zittern. Am Ende behielten die Jungs jedoch immer die Oberhand und wurden dafür mit einem verdienten Gruppensieg belohnt. Mit dem Gruppensieg stand für Sonntag die direkte Halbfinalteilnahme auf dem Plan. Hier durften sich die Fans wieder auf das hitzige Duell Baden gegen Bremen des Vortages freuen. Bis in die letzten Minuten dauerte es, bis die Badener den Bremern die Ruhe aus dem Spiel nehmen und sich mit fünf Bällen absetzen konnten: Finale - eine tolle, aber verdiente Überraschung: Mit dem gutbekannten Titelfavoriten Schwaben als Gegner, die erwartete Aufgabe. Das Südduell entwickelte sich zu einem spannenden, höchstanschaulichen Spiel auf Augenhöhe, in dem die Badener über weite Strecken sogar die Nase etwas vorne hatten. Da keiner möchte, dass das Highlight der Prellballsaison zu schnell vorbei ist und etwas Spannung auch nicht schaden kann, half die männliche Jugend 15-18 etwas nach: Nach zwanzig Minuten stand es Ausgleich. Leider fanden die Schwaben in den folgenden zehn Minuten zu alter Annahmestärke zurück, sodass sich die Badner am Ende knapp mit Platz zwei begnügen mussten.Zumindest für Samuel W. von der männlichen Jugend gab es am Ende des Tages aber doch noch den großen Sieg. Bei der Siegerehrung am Deutschlandpokal werden jedes Jahr die besten Spieler der Altersklassen gekürt. Hier konnte Samuel W. auf der Mittelposition die meisten Stimmen der Landesturnverbände sammeln.